Fachkraft für Arbeitssicherheit


Was ist eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (oder kurz: Sifa) berät den Arbeitsgeber in allen Fragen des Arbeitsschutzes. Im Normalfall übernimmt die Sifa eine Stabsstelle im Unternehmen und hat damit eine Schlüsselstellung was das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz betrifft. Eine Sifa hat keine Weisungsbefugnis in einem Unternehmen, sie ist vor allem für die Beratung und Unterstützung des Arbeitsgebers zuständig. Aber auch andere Positionen im Betrieb profitieren von der Sifa, so können sich auch Führungskräfte oder andere verantwortliche Personen und Beauftragte auf die Fachkompetenz der Fachkraft verlassen.

Aufgaben einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

Beratung

  • Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen
  • Beschaffung von Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen
  • Auswahl und Erprobung von Persönlicher Schutzausrüstung
  • Gestaltung von Arbeitsplätzen, des Arbeitsablaufes, der Arbeitsumgebung und Ergonomie
  • Beurteilung von Arbeitsbedingungen
  • Gefährdungen und entsprechende Maßnahmen

 

Durchführung

  • Betriebsanlagen und Arbeitsmittel vor Inbetriebnahme bzw. Arbeitsverfahren vor Einführung sicherheitstechnisch überprüfen
  • Begehung von Arbeitsstätten und festgestellte Mängel an den Arbeitgeber zu melden
  • Untersuchung von Arbeitsunfällen und Auswertung mit dem Arbeitgeber

Wann benötigt man eine Fachkraft für Arbeitssicherheit?

Die Bestellung einer Sifa bzw. auch des Betriebsarztes sind im Arbeitssicherheitsgesetz geregelt und werden durch die DGUV Vorschrift 2 konkretisiert. Art und Umfang der Betreuung durch eine Sifa, werden durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Ausschlaggebend ist jedoch vor allem die Anzahl der Beschäftigten. Bereits ab einem Beschäftigten sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, sich über Gefährdungen und deren Vermeidung Gedanken zu machen.

Unternehmesgröße


≤ 10 Beschäftigte

 

 

11 ≤ 50 Beschäftigte

 

 

> 50 Beschäftigte

 

Regelbetreuung


Ja, Grundbetreuung,

Anlassbezogene Betreuung

 

Ja, Grundbetreuung, Betriebsspezifische Betreuung

 

Ja, wie bei Unternehmensgrößen 11 ≤ 50

Alternative Betreuung


Ja, entsprechend der UVT-Regelung

 

Ja, entsprechend der UVT-Regelung

 

Nein


Für Unternehmen mit ≤ 50 Beschäftigten gibt es zudem die Möglichkeit eines Unternehmermodelles, in der vor allem die Eigenverantwortung des Arbeitsgebers im Zentrum steht. Dies bedeutet jedoch ausreichend Fortbildungsmaßnahmen und entsprechenden Zeitaufwand im betrieblichen Alltag.

 

Sie sind sich unsicher bei der Beurteilung Ihres Betreuungsmodelles? Dann fragen Sie einen Beratungstermin an.


Beauftragung einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit

Gerade für kleine und mittlere Betriebe lohnt sich es meist nicht, eine Sifa fest im Unternehmen anzustellen. Hier kann die Beauftragung eines externen Dienstleisters Abhilfe schaffen. Auch für Arbeitgeber die das Unternehmermodell nutzen kann es durchaus nützlich sein, bei komplexen Sachverhalten sich durch eine Fachkraft beraten zu lassen.

 

Die Vorteile einer externen Sifa sind unter anderem:

  • neutrale Sichtweise auf betriebsinterne Angelegenheiten
  • Vorbeugung gegenüber Betriebsblindheit
  • keine Fortbildungskosten
  • Externe erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen und Unterweisungsunterlagen
  • Betreuungszeiten können nach Bedarf flexibler angepasst werden
  • neue Impulse von Außen

Sie benötigen eine zusätzliche Beratung oder möchten eine externe Fachkraft für Arbeitssicherheit bestellen? Dann fragen Sie ganz unverbindlich an.